Sogar Hofreiter fordert 5-G-Ausbau

Derzeit wird auch in unseren Gemeinden wieder viel über den Aufbau eines 5G-Mobilfunknetzes diskutiert. Vor allem aus der links-grünen Ecke wird dabei eine mögliche Gefahr des 5G-Netzes für die Gesundheit in den Vordergrund gestellt und damit die Bürger verunsichert. 

Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch hat mittlerweile ein Handy in der Hosentasche. Und jeder regt sich verständlicherweise auf, wenn er damit nicht telefonieren kann, weil er in einem Funkloch ist. Deutschland benötigt eine zukunftsfähige und flächendeckende Mobilfunkversorgung, damit alle Regionen, Haushalte und Unternehmen gleichermaßen von der Digitalisierung profitieren kön­nen — nicht nur in den großen Ballungszentren, sondern vor allem auch in ländlichen Regionen. 

Das haben auf Bundesebene jetzt auch die Grünen erkannt. Anton Hofreiter warf der Bundesregierung sogar „Technologiefeindlichkeit“ vor. „Wir brauchen einen Ausbau von 5G“, forderte Hofreiter erst am Mittwoch im Bundestag. 

Natürlich steht beim Netzausbau die Gesundheit der Bürger im Vordergrund. Deshalb wird die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag selbstverständlich gesundheitsrelevante Aspekte weiter voranbringen. Wir haben hohe Sicherheitsstandards beim vorbeugenden Gesundheitsschutz festgelegt. Insbesondere müssen sich die künftigen 5G-Anlagen – wie alle anderen Mobilfunkanlagen auch – an die im Bundes-Immissionsschutzgesetz festgelegten Grenzwerte halten. 

Diese basieren auf einer wissenschaftlichen Risikobewertung durch internationale und nationale Gremien, wie zum Beispiel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) und der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK). Laut der WHO, des wissenschaftlichen Ausschusses der EU über neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken (SCHEER) und der SSK gibt es bei Einhaltung der Grenzwerte keine nachgewiesenen gesundheitlichen Wirkungen der hochfrequenten elektromagnetischen Felder – die es im Übrigen auch im Haushalt gibt. 

Bestehende offene Fragen werden laufend durch weitere Forschung geklärt. Unsicher ist beispielsweise noch, wie viele Masten genau für den 5G-Ausbau benötigt werden. Ich finde es äußerst befremdlich und kontraproduktiv, wenn jetzt manche schon von Hunderttausenden Masten und einer „gespickten“ Landschaft fabulieren. 

Damit unser ländlicher Raum nicht abgehängt wird, bitte ich unsere Heimatgemeinden, beim Thema 5G keine Blockadehaltung einzunehmen. Besondere Auflagen in puncto Nutzung von Mobilfunkanlagen in Baugebieten wären für mich ein Rückschritt ins 18. Jahrhundert. Wer sich dem technischen Fortschritt verweigert, setzt den Wohlstand in unserem Land und die Zukunft des ländlichen Raumes aufs Spiel.