Sorge um Bahnlärm: Scheuer reagiert auf Brief von CSU-Abgeordneten

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Minister stellt klar: „Lärmschutz ist von zentraler Bedeutung“ – Forderungen werden bewertet 

Plattling/Dingolfing. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat auf einen Brief der vier anderen niederbayerischen CSU-Abgeordneten bezüglich des Lärmschutzes beim Ausbau der Bahnstrecke Dingolfing-Plattling reagiert. In dem Brief hatten die Abgeordneten Max Straubinger (Wahlkreis Rottal-Inn), Alois Rainer (Straubing-Bogen), Thomas Erndl (Deggendorf) und Florian Oßner (Landshut) Scheuer gebeten, im Sinne der Anwohner für ausreichend Lärmschutz auf der kompletten Strecke zu sorgen. 

„Der Lärm- und Erschütterungsschutz entlang der Schienenwege ist von zentraler Bedeutung“, stellt Scheuer dazu in einem Antwortschreiben klar. Er verweist darauf, dass die für das Projekt zuständige DB AG in den nächsten beiden Jahren die Vorplanung erarbeite, die auch Lärmschutzmaßnahmen umfasse. Wichtige Lärm-Grenzwerte seien in der Bundesimmissionsschutzverordnung festgeschrieben. Aber auch die Forderungen der Region und der Bürger fließen in die Bewertung mit ein, so Scheuer: „Das Ziel der DB AG ist es, innerhalb des gesetzlichen Rahmens und mit der Beteiligung der Öffentlichkeit zu einem von allen Seiten akzeptierten Planungsergebnis zu kommen.“ 

Laut Scheuer soll der Ausbau der Bahnstrecke Dingolfing-Plattling den Schienenverkehr in Ostbayern weiter verbessern. Geplant seien der Neubau einer Verbindungskurve, neue Überholgleise und eine moderne Stellwerkstechnik. 

In ihrem Brief hatten die vier niederbayerischen CSU-Abgeordneten das Projekt grundsätzlich begrüßt. Der Ausbau der Bahnstrecke habe eine große Bedeutung für die Wirtschaftsleistung Niederbayerns. Auch im Sinne des Umweltschutzes sei es richtig, Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. 

Für die Anwohner sei aber ein ausreichender Lärm- und Erschütterungsschutz auf der kompletten Strecke wichtig, nicht nur an den Stellen, die künftig zweigleisig sein sollen. „Aufgrund der deutlichen Erhöhung der Frequenz im Güterverkehr werden die Züge auch außerhalb der zweigleisigen Bereiche Lärm verursachen. Noch dazu, wenn Sie sie sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern auch in Wohngebieten in voller Fahrt befinden“, begründen die Abgeordneten ihr Anliegen. Deshalb müsse der weitere Ausbau der Bahnstrecke von einem konsequenten Lärmschutz begleitet werden. 

Die Abgeordneten freuen sich, dass sich Minister Scheuer gegenüber ihrem Anliegen offen zeigt. „Die Bahnstrecke ist eine Lebensader für Niederbayern. Sie muss stark und sicher sein, um auch in Zukunft Leistung tragen und den Erfolg unseres Regierungsbezirks absichern zu können. Das geht nur mit ausreichendem Schutz der Streckenanwohner.“