Nutztierverordnung belastet Schweinehalter

Am vergangenen Freitag besuchte MdB Max Straubinger zusammen mit BBV- Kreisobmann Friedhelm Dickox den Schweinemastbetrieb der Familie Franz in Thürnthenning um vor Ort über die Nutztierhaltungsverordnung zu sprechen.

Diese stellt die Sauenhalter vor große Probleme wie der Betriebsleiter Herr Andreas Franz feststellte. Herr Franz befürchtet dass ob der neuen Nutztierverordnung, wonach der Kastenstand in der Sauenhaltung stark eingeschränkt wird und zudem die sogenannte betäubungslose Ferkelkastration zum 1.1.2021 verboten wird, viele kleine Betriebe aufgeben werden. Die Anforderungen sind nicht mehr zu erfüllen und bedeutet für den Betrieb der Familie Franz einen erheblichen Investitionsbedarf. Da auf ihrem Betrieb derzeit 140 Zuchtsauen, 700 Ferkelaufzuchtplätze und 1150 Mastschweine in einem geschlossenen System gehalten werden müssten aufgrund der Anforderungen für die zukünftige Zuchtsauenhaltung der Platzbedarf um ca. 25 Prozent ausgeweitet werden. Dies ist an seinem jetzigen Standort nicht möglich und bedeutet neben den enormen Investitionsbedarf eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung gegenüber Schweinehaltern in Spanien, Niederlanden und Dänemark. Schon derzeit kommen 25 Prozent (11 Millionen) der Ferkeln aus Importen von anderen EU-Ländern.

Deshalb fordern die betroffenen Betriebe Baurechtserleichterungen bei der Umgestaltung der Betrieb zu mehr Tierwohl, ein Verbot von Importen wo die Tiere mit geringeren Tierschutzstandards erzeugt werden und eine Vereinheitlichung der Marktbedingungen in der EU.

MdB Max Straubinger verwies auf das Zuschussprogramm von 300 Millionen des Bundes für Stallumbauten zu mehr Tierwohl. Außerdem setze ich mich weiter für den sogenannten "vierten Weg" bei der Ferkelkastration ein.