Medizinische Versorgung im Ländlichen Raum darf nicht durch Krankenhausschließungen leiden

Eine kürzlich veröffentliche Studie der Bertelsmann-Stiftung schlägt die Schließung der Hälfte aller Krankenhäuser in Deutschland vor. Ein solches Vorgehen würde drastische Folgen für den ländlichen Raum haben.

Ich kämpfe für die Erhaltung einer guten Versorgung der ländlichen Bevölkerung, dazu zählt auch eine gute Erreichbarkeit von Krankenhäusern. Der Zusammenschluss zu Klinikzentren mag zwar zunächst einleuchtend klingen, jedoch bedeutet eine Schließung kleinerer Kliniken auch, dass Menschen dann erst viele Kilometer fahren müssen, um ein solches Zentrum zu erreichen. Die wohnortnahe Versorgung derart zu beschneiden wäre ein großer Fehler.

Neben einer hoch qualitativen medizinischen Versorgung spielt auch die Erreichbarkeit dieser eine große Rolle für die Menschen. Das beste Klinikzentrum nutzt nur wenig, wenn der Weg dorthin für viele Menschen schwer zu meistern ist und die Distanz einfach zu groß wird. Gerade die alternde Bevölkerung, die auf Assistenz und Hilfsbereitschaft der Familie und Bekannter angewiesen ist, könnte hier ins Abseits geraten. Man darf nicht vergessen, dass es einen großen und entscheidenden Unterschied machen kann, ob die Fahrtzeit in das nächste Krankenhaus 30 Minuten oder 2 Stunden beträgt. Die heimatnahe Versorgung ist unerlässlich für die ländliche Bevölkerung und gerade diese Krankenhäuser dürfen nicht einfach wegrationalisiert werden. Die reinen wirtschaftlichen Aspekte sollten in keinem Fall wichtiger als der Mensch und seine Gesundheit werden.

Auch in einem kleinen Krankenhaus kann hochqualitative Arbeit geleistet werden und nur die reine Größe eines Klinikzentrums sagt noch nichts über die Qualität der Arbeit aus oder die Zeit, die man sich für einzelne Patienten nehmen kann.
Um der öffentlichen Daseinsvorsorge gerecht zu werden hilft es nicht, die Hälfte aller Kliniken zu schließen und auch hier werde ich mich nach wie vor für eine gute Versorgung des ländlichen Raums einsetzen.