MdB Max Straubinger unterstützt 5G-Projekt des Landkreises Rottal-Inn

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Der Bundestagsabgeordnete Max Straubinger (CSU) unterstützt das Projekt des Landkreises Rottal-Inn zur telemedizinischen Versorgung im ländlichen Raum auf Basis des 5G-Mobilfunknetzes. Am Donnerstag stellten die beteiligten Projektpartner dem örtlichen Bundestagsabgeordneten das Projekt am European Campus Rottal-Inn in Pfarrkirchen vor. Professor Thomas Spittler, der Leiter der Forschungsgruppe, erklärte Max Straubinger die Einzelheiten. 

Der Landkreis Rottal-Inn will ein Konzept entwickeln, das die medizinische Versorgung in einer stark ländlich geprägten Region wie dem Rottal durch den Einsatz von 5G im Bereich Telemedizin und e-Health verbessern soll. Die 5G-Technik soll dazu von den Rottal-Inn Kliniken, vom Rettungsdienst des BRK sowie von der TH Deggendorf als Forschungszentrum getestet und im Erfolgsfall eingesetzt werden. 

In den Kliniken werden beispielsweise Anwendungen der telemedizinischen Entscheidungshilfen sowie der Lokalisierung realisiert. Im Rettungsdienst wird eine Produktweiterentwicklung eines Tablets zur besseren Vernetzung zwischen Rettungsdienst und Kliniken realisiert und erprobt. Für zukünftige Entwicklungen im Bereich e-Health und telemedizinische Versorgung auf Basis von 5G wird am European Campus der TH Deggendorf ein 5G-Innovationszentrum geschaffen. 

Zur Umsetzung der Anwendungen ist der Aufbau von 5G-Campusnetzen an den Standorten der Rottal-Inn Kliniken und auf dem Gelände der TH Deggendorf vorgesehen, welche durch ein mobiles 5G Netz ergänzt werden. Dieses Projekt soll die Nutzbarkeit von 5G für die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen aufzeigen und als Vorbild für weitere Projekte in anderen Regionen Deutschlands dienen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse werden kontinuierlich dokumentiert und veröffentlicht. So können sowohl Kommunen als auch interessierte Unternehmen und Einrichtungen davon profitieren. 

Zur Umsetzung des Projektes arbeitet der Landkreis Rottal-Inn mit hochqualifizierten Partnern zusammen. Das Konsortium besteht aus dem BRK-Kreisverband Rottal-Inn und den Rottal-Inn-Kliniken als Anwendern von 5G-basierten Lösungen. Mit einbezogen sind außerdem das Fraunhofer IIS, die medDV GmbH, sowie die becon GmbH als Partner für die Umsetzung einzelner Anwendungsfälle. Die drei Partner haben langjährige Erfahrung und technische Expertise im Bereich 5G. Neben der wissenschaftlichen Leitung übernimmt die TH Deggendorf mit ihrem European Campus in Pfarrkirchen die übergeordnete Projektleitung. Im Rahmen des Projekts ist außerdem eine Kooperation der TH Deggendorf mit der Ostbayerischen Hochschule Amberg-Weiden geplant, die für diese Zusammenarbeit bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet hat. 

Das Projekt nimmt am 5G-Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur teil. Aktuell läuft die Konzeptphase. Ist diese erfolgreich abgeschlossen, beabsichtigen die Partner die Förderantragsstellung auf Grundlage des gemeinsamen Konzeptes. 

Mit Professor Spittler sprach MdB Straubinger auch über die Ängste mancher Bürger vor der 5G-Technik. Es gebe noch Forschungsbedarf, aber beide waren sich einig, dass viele Ängste völlig unbegründet sind und man den Einsatz von 5G auch aus wissenschaftlicher Sicht nicht pauschal ablehnen sollte. 

MdB Straubinger sicherte den Projektpartnern seine volle Unterstützung zu. Er sei ein starker Verfechter der 5G-Technologie und werde sich auf Bundesebene weiter für den Ausbau dieser Technik in Deutschland einsetzen. Sie ist aus seiner Sicht von enormer Wichtigkeit für die Wirtschaft und den Wohlstand gerade des ländlichen Raumes. Er werde auch beim Bundesverkehrsministerium als Förderträger für das Projekt werben, versprach Straubinger abschließend.