MdB Max Straubinger (CSU) begrüßt Vorstoß von Finanzminister Lindner

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Max Straubinger begrüßt, dass mit Finanzminister Christian Lindner (FDP erstmals ein Mitglied der Bundesregierung eine offene Debatte über einen Weiterbetrieb der verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland angeregt hat. „Eine solche Debatte ist mehr als überfällig. Die Union versucht seit Monaten, eine Diskussion darüber anzuregen, leider sind wir bislang immer auf taube Ohren gestoßen. Ich freue mich, dass nun offenbar auch die Bundesregierung die Zeichen der Zeit erkannt hat“, so Straubinger in einer Pressemitteilung.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) habe den russischen Überfall auf die Ukraine zurecht als „Zeitenwende“ bezeichnet, so Straubinger. „Diese Zeitenwende muss auch unsere Energiepolitik betreffen. Wir müssen uns unabhängiger von russischem Öl und Gas aufstellen. Es geht hier nicht nur um Klimaschutz, sondern um unsere nationale und wirtschaftliche Sicherheit.“

Aus Gründen der Versorgungssicherheit hatte Straubinger bereits kurz nach Ausbruch des Krieges den Weiterbetrieb der drei verbliebenen deutschen Atommeiler gefordert, darunter Isar 2 in Niederbayern. „Es wäre völlig unverantwortlich, wenn wir den Betrieb der drei Kernkraftwerke einstellen würden“, ist Straubinger überzeugt.

Der CSU-Abgeordnete verweist auch auf die europäischen Partner. „Frankreich investiert Unsummen in die Atomkraft, Großbritannien baut neue Meiler, auch Skandinavien und Osteuropa bauen auf die Kernkraft. Nur bei uns sperren sich die Grünen aus ideologischen Gründen dagegen“, kritisiert Straubinger.

Auch innerhalb der deutschen Bevölkerung sei das Meinungsbild klar: Einer aktuellen Umfrage zufolge wünscht sich die Hälfte der Deutschen eine Rückkehr zur Stromerzeugung mittels Atomenergie, nur ein Drittel lehnt dies ab. „Die Bundesregierung darf nicht länger die Wünsche eines Großteils der Bürger übergehen. Besonders Wirtschaftsminister Robert Habeck sollte endlich seine Trotzhaltung gegenüber der Atomkraft überdenken und sich der Realität stellen“, fordert Straubinger.