Besuch zum Jahresende bei der Polizei Dingolfing

Im Jahr 2020 Außerordentliches geleistet

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(v.l. PHK+ Andreas Baumgartner, MdB Max Straubinger, MdL Petra Loibl und EPHK Max Mundt). Foto: PI Dingolfing

Die CSU-Abgeordneten Petra Loibl und Max Straubinger statteten der Polizeiinspektion Dingolfing einen Weihnachtsbesuch ab. 

Dingolfing. Die beiden Abgeordneten der CSU aus dem Landkreis Dingolfing-Landau, MdL Petra Loibl und MdB Max Straubinger, haben anlässlich ihres alljährlichen Besuchs bei der Polizeiinspektion Dingolfing den Beamten für ihren wertvollen Einsatz gedankt. Wie wichtig die Polizei sei, habe sich heuer in der Corona-Krise ganz besonders gezeigt. „Die Polizisten im Landkreis und in ganz Bayern haben heuer Außerordentliches für unsere Bürger geleistet“, waren sich beide Abgeordneten einig.

Auch für die Polizei war das Corona-Virus heuer die mit Abstand die größte Herausforderung. Max Straubinger betonte die schwierige Gradwanderung, die die Beamten meistern mussten. „Es war und ist wichtig, dass die Polizei die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliere und Verstöße auch sanktioniere“ so Straubinger. Die Gradwanderung zwischen Bürgernähe, Augenmaß und Sanktion sei der Polizei hier aber hervorragend gelungen.

Die Abgeordneten bedankten sich auch für die ruhigen und friedlichen Verläufe bei den Demonstrationen anlässlich der Corona-Pandemie, bzw. gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in Dingolfing. Das Versammlungsrecht ist eines der wichtigsten Grundrechte, so war man sich einig, aber MdB Straubinger betonte sein Unverständnis „wenn in der Pandemie die Hygieneregeln nicht eingehalten und hier Mitmenschen gefährdet werden“. Äußerst verärgert zeigte sich Straubinger auch über Menschen, die das Virus verharmlosen oder der Regierung sogar mit einer Nazidiktatur vergleichen. Zum Glück stehe die große Mehrheit der Bevölkerung hinter den Corona-Maßnahmen.

Max Straubinger ging auch auf die öffentliche Diskussion über Rechtsextremismus bei der Polizei ein und stellte sich gegen einen Generalverdacht der Beamten. „Die riesige Mehrheit der Polizistinnen und Polizisten stehen fest auf dem Boden des Grundgesetzes und machen eine hervorragende Arbeit.“ Dies werde auch die Studie zur Polizei zeigen, welche im Auftrag von Bundesinnenminister Seehofer durchgeführt werde. Es sei auch wichtig für ihn, dass die Belastungen der Beamtinnen und Beamten in dieser Studie beleuchtet werden. Für Rassismus, Extremismus oder Demokratiefeinden gebe es aber keinen Platz bei den Sicherheitsbehörden.

EPHK Mundt stellte den Abgeordneten die aktuelle Ausstattungs- und Personalsituation bei der Polizeiinspektion Dingolfing vor. In Sachen Ausstattung habe sich die letzten Jahre viel getan und mit dem Personalprogramm der bayerischen Staatsregierung sollte auch eine Verbesserung der Personalsituation eintreten. PHK+ Baumgartner erläuterte die Sicherheitslage im Zuständigkeitsbereich sowie die besonderen Vorfälle aus dem Jahr 2020. Geprägt war das Jahr natürlich von der Corona-Pandemie und die Polizei bereitete sich hier organisatorisch und taktisch entsprechend vor. Der „Corona-Hotspot“ im Sommer war auch für Inspektion eine große Herausforderung, aber die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sowie der betroffenen Gemeinde wurde hier noch einmal von PHK+ Baumgartner hervorgehoben.

Die ausgefallenen Feste und Veranstaltungen waren auch in den polizeilichen Vorfällen festzustellen. Es zeigte sich in Teilbereichen ein spürbarer Rückgang. Sorge bereiten der Polizei nach wie vor die Straftaten im Zusammenhang mit Callcenter-Betrügern. Trotz intensiver Warnungen und offensiver Öffentlichkeitsarbeit sind die Straftäter hier immer wieder erfolgreich. Der erlangte Vermögenswert sei hier zum Teil sehr hoch. Auch im Bereich der Verkehrsunfälle war ein Rückgang zu verzeichnet, aber leider ereignete sich im Jahr 2020 auch ein tödlicher Motorradunfall.

PHK+ Baumgartner betonte gegenüber den Abgeordneten, dass die Dienststellenleitung sehr großen Wert auf eine hohe uniformierte Präsenz lege. Die Sicherheitslage in Bayern, und insbesondere in Niederbayern, ist sehr gut und dies müsse auch im Sicherheitsgefühl der Bürger besser spürbar werden. Deshalb möchte man „nah am Bürger und wahrnehmbar“ sein. MdB Straubinger betonte ebenfalls, dass die Gefahr Opfer einer Straftat zu werden, nirgends geringer sei als in Niederbayern.

Frau MdL Loibl erkundigte sich über die über die Erfahrungen der Beamten mit der Body-Cam, mit denen die Polizei ausgerüstet worden ist. Sie betonte, dass der Freistaat Bayern auch weiterhin in seine Polizei investiere. EPHK Mundt erläuterte, dass die Erfahrungen mit der Verwendung der Body-Cam im täglichen Dienst durchwegs sehr positiv sind. Bereits das Tragen der Body-Cam führe erkennbar zu einem Umdenken bei manchem Gegenüber und einer Deeskalation in hitzigen Einsatzsituationen.

Max Straubinger und Petra Loibl versicherten zum Ende ihres Besuchs, dass sie weiterhin fest hinter ihrer Polizei stehen. Sie habe heuer wieder eindrucksvoll gezeigt, welchen Wert sie für unser Land hat. Abschließend wünschten die beiden Abgeordneten den Polizisten der Polizeiinspektion Dingolfing noch ein frohes Weihnachtsfest und ein paar besinnliche Stunden.