Straubinger begrüßt Rücknahme der Osterruhe und stellt sich hinter Kirchen

 

Zur Rücknahme der Osterruhe erklärt der CSU-Bundestagsabgeordnete Max Straubinger:

 Ich begrüße es sehr, dass die Bundeskanzlerin heute den Beschluss der Osterruhe rückgängig gemacht hat. Schon in der Fraktionssitzung der Union am Dienstag war dieses Teilergebnis des Bund-Länder-Gipfels für mich und andere Abgeordnete völlig unverständlich und hat für harsche Kritik gesorgt. Es spricht für die Kanzlerin, dass sie die Gegenstimmen ernst nimmt und ihre Entscheidung nun sogar als eigenen Fehler bezeichnet, zurücknimmt und um Verzeihung bittet. Das anzuerkennen erfordert politische Größe.

Es wäre einfach nicht gegangen, derart kurzfristig Gründonnerstag und Karsamstag zu Ruhetagen zu erklären und damit das öffentliche Leben und die Wirtschaft ganze fünf Tage stillzulegen. Das hätte zu großen Verwerfungen und vielen ungeklärten Fragen wie Lohnfortzahlung geführt. Die Entscheidung hatte viele Menschen und Unternehmen überrumpelt.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Als Landwirtschaftspolitiker erreichten mich besorgte Nachrichten von Schlachtbetrieben, bei denen die Schlachtungen um die Osterfeiertage bereits fest durchgeplant sind. Freie Tage an Gründonnerstag und Karsamstag hätten den ganzen Ablauf durcheinandergewirbelt und zu Schlachtstau bei den Tieren geführt. Auf diesen Umstand habe ich auch in der Fraktionssitzung hingewiesen.

Gut finde ich, dass Ministerpräsident Markus Söder in Bayern bei der Frage, ob Ostergottesdienste stattfinden sollen, keinen Druck auf die Kirchen ausüben will. Ostern ist das wichtigste Fest im christlichen Jahreskalender und das Fest der Auferstehung und Hoffnung. Es hätte eine geradezu bittere Tragik, wenn ausgerechnet dieses Fest der Pandemie zum Opfer fiele. Die Kirchen haben bewiesen, dass sie Gottesdienste sicher, vernünftig und verantwortungsbewusst abhalten. Sie haben deshalb bei der Gestaltung des Osterfestes meine volle Unterstützung und mein Vertrauen.

Optimistisch stimmt mich, dass sich nach Ostern die Hausärzte an den Impfungen beteiligen können. Das wird die hohe Impfbereitschaft in der Bevölkerung noch weiter erhöhen, denn die Hausärzte genießen zurecht ein hohes Vertrauen bei ihren Patienten. Dann wird sich hoffentlich auch der Impffortschritt deutlich beschleunigen und wir können endlich weitere Lockerungen ermöglichen.