Lärmschutz kommt mit zweitem Gleis

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Loiching. Einen kurzen Ortstermin nutze Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, um sich im Gemeindegebiet von Loiching am Bahnübergang Rimbacher Straße ein Bild von der Situation an dieser stark frequentierten Gleisquerung zu machen und sich über das Thema Lärmschutz zu informieren. Die Bürgermeister Günter Schuster (Loiching), Johannes Birkner (Niederviehbach), Josef Klaus (Niederaichbach) und Stefan Scheibenzuber (Wörth a.d.Isar) nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam mit Landrat Werner Bumeder und den Bundestagsabgeordneten Max Straubinger und Florian Oßner die Bedeutung dieser beiden Anliegen zu untermauern. 

Am Bahnübergang, über den vor allem Lastwagen eines angrenzenden Logistikbetriebs die Bahnstrecke Passau-München queren, werden die Schranken noch immer händisch von einem Mitarbeiter vom Bahnhof Dingolfing bedient. Dies hat zur Folge, dass sich die Schranken bereits dann senken, wenn die Züge noch weit vom Bahnübergang entfernt sind. "Dies führt zu langen Staus und zu einer erheblichen Belastung für Verkehrsteilnehmer und Anwohner", schilderte Bürgermeister Günter Schuster die Auswirkungen. Er musste dabei aber nicht viel argumentieren, denn während des Gesprächs konnten sich die Teilnehmer mehrfach selbst von der verkehrlichen Situation ein Bild machen. „Schon lange hoffen wir auf einen automatisierten Schrankenbetrieb an dieser wichtigen Schnittstelle von Straße und Eisenbahn", sagte Schuster. 

Ferner wiesen die vier Bürgermeister auf die notwendigen Lärmschutzmaßnahmen im Zuge des stellenweisen zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Plattling und Landshut hin. "Wir können Lärmschutz in den Abschnitten bauen, in denen ein zweites Gleis gelegt wird", informierte Scheuer. Maßgeblich für eine Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan ist laut Bundesverkehrsminister Scheuer die Wirtschaftlichkeit einer Bahnstrecke. Diese sei abschnittsweise mit der Neuansiedlung des BMW-Ersatzteillagers in Wallersdorf erreicht worden, so dass der Bau eines Überhol- und Ausweichgleises auch wirtschaftlich gerechtfertigt wird. Dass damit die Planungen für die Maßnahmen beginnen konnte, sei für die gesamte Region ein wichtiger Schritt in Richtung durchgängig zweigleisigen Ausbau der Gesamtstrecke, unterstützt Landrat Werner Bumeder das schrittweise Vorgehen bei dieser Maßnahme. Zumal beim ursprünglichen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans die Bahnstrecke Plattling-Landshut nicht im vordringlichen Bedarf aufgelistet war. "Hier hat ein Niederbayer als Bundesverkehrsminister erfolgreich nachjustiert", unterstrich Bundestagsabgeordneter Max Straubinger. 

Insgesamt werden auf der Bahnstrecke zwischen Plattling und Landshut in verschiedenen Teilmaßnahmen insgesamt über 50 Millionen Euro investiert. „Die Bahn will auf diesem Bereich die Kapazität für den Personen- und Güterverkehr erhöhen, dadurch die Wirtschaftlichkeit der gesamten Strecke erhöhen und damit in Folge die durchgehende Zweigleisigkeit und den entsprechenden Lärmschutz erreichen", erläuterte Bundesminister Scheuer. Um die Fahrzeit auf der Bahnlinie Passau-München aber wesentlich zu verbessern, müssen der Bereich zwischen Freising und München-Hauptbahnhof ausgebaut werden.