„Totgeburt“: Straubinger (CSU) lehnt FDP-Vorschlag nach Aktienrente ab

Zum Vorschlag der FDP nach einer „Aktienrente“ erklärt der CSU- Bundestagsabgeordnete Max Straubinger, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales:

Der Vorschlag der FDP nach einer gesetzlichen Aktienrente ist eine Totgeburt. Es ist allein schon finanziell nicht tragbar, jährlich zwei Prozent der gesetzlichen Rentenbeiträge in einen Aktienfonds umzuleiten, wie es die Liberalen fordern.

Derartige Umschichtungen in Milliardenhöhe (2020 wären es nach dem FDP-Modell knapp 30 Milliarden Euro) würden zu großen Verwerfungen der Rentenversicherung führen. Dieses Geld würde der Rentenkasse und damit den Rentnerinnen und Rentnern entzogen. Wie dieses fehlende Geld ausgeglichen werden soll, beantwortet die FDP nicht.

Hinzu kommt, dass aus dem Geld, das in einen Aktienfonds fließt, nur ein Anspruch auf Altersrente erwachsen würde, aber kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente – eine wichtige Stütze unseres Sozialstaates.

Außerdem: Das Modell der FDP funktioniert nur dann, wenn die Aktien weiter steigen. Was passiert aber, wenn die Kurse fallen, wie beispielsweise nach der Finanzkrise Ende der 2000er Jahre? Da nach dem Modell der FDP fünf Jahre vor Rentenantritt das angesparte Aktienkapital in Anleihen umgewandelt werden soll, hätten die Beitragszahler in diesem Fall dann große Verluste gemacht.

Ein solches Risiko können wir weder gegenüber den Rentnerinnen und Rentnern, noch gegenüber den Beitragszahlern verantworten. Man zockt nicht mit dem Geld der Rentenkasse.